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Petra – die geheimnisvolle Felsenstadt
Petra – die geheimnisvolle Felsenstadt am Rande der Wüste

Felsenstadt Petra
Petra ist eine Felsenstadt, welche in der Antike ihre Blüte erlebte – heute jedoch verlassen ist und aufgrund der Monumentalfassaden ihrer direkt aus dem Felsen gemeißelten Grabtempel und Felsgräber als einzigartiges Kulturdenkmal gilt. Sie liegt im heutigen Jordanien – am Rande der arabischen Wüste, in den Bergen von Edom, auf halbem Weg zwischen dem Roten und dem Toten Meer. In touristischer Hinsicht zählt sie zu den Hauptattraktionen des nahen Ostens, schließlich zeugen ihre Überreste selbst heute noch von einer Zeit, da Petra mächtig und reich war. Ihre damalige Bedeutung verdankte die Stadt insbesondere ihrer geografischen Situation. Sie befand sich nämlich in unschlagbar sicherer Lage zwischen schroffen Felswänden, sodass sie nur über einen schmalen Gebirgspfad oder durch eine enge Schlucht erreichbar war.
Außerdem lag sie strategisch günstig – nämlich am Kreuzungspunkt mehrerer Karawanenwege, was sie zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert nach Christus zu einem bedeutenden Handelsplatz für Luxusgüter wie Gewürze und Seide, Perlen und Elfenbein und vor allem Weihrauch machte. Dies war auch die Periode der Herrschaft der Nabatäer, welche Petra zu ihrer Hauptstadt erkoren und jene prachtvollen Gebäude in den Fels hauen ließen, welche auch heute noch bewundert werden können.
Ein weiterer bedeutender Faktor, der Petra zu wirtschaftlicher Blüte und sogar zur Autarkie führte, war das ausgefeilte System von Aquädukten, welches die Stadt mit Wasser versorgte und die Umgebung Petras zu einer künstlichen Oase werden ließ. Nichtsdestotrotz zeichnete sich schon etwa 100 nach Christus der Niedergang der Stadt ab – und dieser erwies sich ab dem 3. Jahrhundert auch als deutlich spürbar. Grund dafür war der zunehmende Schiffsverkehr auf dem Roten Meer, welcher die Karawanenwege umlenkte, sodass diese Petra umgingen.
Trotzdem blieb die Stadt zunächst bewohnt – nach zwei schweren Erdbeben und der Eroberung der Araber jedoch wurde sie schließlich ganz verlassen und dem Verfall preisgegeben.