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	<title>Bildungsstreik &#187; Allgemein</title>
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		<title>Bildungsstreik</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 12:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Bildungsstreik </span></strong></p>
<p>Wenn Schüler, Studenten oder Kritiker mit dem <strong>Bildungssystem </strong>in Deutschland unzufrieden sind, haben sie eine Möglichkeit auf ihre scheinbar unzumutbare Situation aufmerksam zu machen. In einem solchen Fall organisieren engagierter Studenten, Schüler und eventuell Gewerkschaften einen Bildungsstreik. Traditionell wird jährlich ein sogenannter bundesweiter Bildungsstreik durchgeführt. In dieser Aktion waren zum Beispiel im Jahr 2009 mehr als 250 politische Gruppen involviert. Ein konkretes Ziel eines solchen Bildungsstreiks lässt sich nicht genau definieren. Hauptgrund für die Veranstaltung eines solchen Streiks ist jedoch die Aufmerksamkeit, die in der Öffentlichkeit erregt wird. Die Veranstalter zählten im Jahr 2009 deutschlandweit etwa 200.000 Teilnehmer. Die Aktion wurde an mehreren Orten in Deutschland mehr oder weniger zeitgleich durchgeführt. Zahlreiche Schüler und Studenten bewerteten den Verlauf des Streiks nicht nur im vergangenen Jahr 2009 als sehr angenehm. Der bundesweite Bildungsstreik genießt grundsätzlich einen guten Ruf. Gewaltsame Ausschreitungen gibt es nur sehr selten. In der Regel wollen die teilnehmenden Schüler und Studenten lediglich auf die miserable Lage im Bildungssystem aufmerksam machen, um so die Politik soweit möglich unter Druck zu setzen.</p>
<p><strong>Ziele</strong><br />
Ein <strong>Bildungsstreik </strong>verfolgt die unterschiedlichsten Ziele. In erster Linie gibt es jedoch vier Hauptziele, die eine solche Veranstaltung erreichen soll. Gefordert wird nämlich in der Regel immer ein unbeschränkter Zugriff auf Bildung ausnahmslos für jeden. Eine damit verbundene Forderung ist zum Beispiel die Abschaffung der Studiengebühren. Darüber hinaus sehen viele Teilnehmer eines Bildungsstreiks viel Änderungsbedarf im Bachelor- bzw. Mastersystem. Außerdem sollen beispielsweise die Hochschulen demokratisiert werden. Das heißt, dass die Studenten einer jeden Hochschule ein höheres Mitspracherecht bekommen sollen, um damit zumindest eingeschränkt mitbestimmen zu dürfen. Auch sollen die Lehrbedingungen insgesamt optimiert werden.</p>
<p>Die Umsetzung dieser geforderten Ziele erweist sie jedoch wie in der Vergangenheit immer wieder deutlich geworden ist als äußerst schwierig. Schließlich sind grundlegende Änderungen im Bildungssystem nur mit großer Mehrheit in der Politik durchzusetzen. Tatsache ist jedoch, dass das heutige Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland nicht in allen Bereichen optimal funktioniert. Bis sich die politischen Mächte dieses Landes also nicht intensiver mit der Problemlösung befassen, wird zumindest der bundesweite Bildungsstreik auch weiter durchgeführt werden. <strong> </strong></p>
<p><strong>Teilnehmer</strong><br />
An einem Bildungsstreik nehmen keinesfalls ausschließlich betroffene Schüler und Studenten teil. Auch Eltern und sonstige Personen, die auf das Problem aufmerksam machen wollen beteiligen sich an einem Bildungsstreik. Natürlich sind auch die entsprechenden Gewerkschaften involviert. Diese große Gruppe an Beteiligten gibt den Veranstaltern die Möglichkeit schnell ins Gespräch der Öffentlichkeit zu gelangen. Erreicht man zum Beispiel durch Zeitungen oder Fernsehen die Bevölkerung und macht auf die missliche Lage aufmerksam, werden die Politiker im selben Moment unter Druck gesetzt. Doch nicht zu selten ist es so, dass die Politiker im momentanen Bildungssystem keinen Handlungsbedarf sehen. Trotzdem zeigen sie sich grundlegend schon dazu bereit zumindest über kleinere Änderungen bzw. Verbesserungen im aktuellen Bildungssystem zu reden. Die genaue Anzahl der Teilnehmer lässt sich aufgrund der dezentralen Durchführung des Streiks in mehreren verschiedenen Städten nicht ausmachen. Während das Bildungsstreikbündnis im Jahr 2009 zum Beispiel von 270.000 Teilnehmern ausgeht, wird in den Medien oftmals nur eine Zahl über 200.000 genannt. Im Jahr 2009 war der „Hauptstreiktag“ der 17. November. An diesem Tag nahmen laut Medienberichten mehr als 80.000 Personen an Kundgebungen in ganz Deutschland teil.</p>
<p><strong>Durchführung</strong><br />
Einen Bildungsstreik lässt sich in unterschiedlicher Weise durchführen. Für die Studenten ist es zum Beispiel möglich, dass die jeweilige <strong>Universität </strong>besetzt wird und damit Vorlesungen und andere Termine innerhalb der Unterrichtszeit einfach boykottiert werden. Auch kann in „normalen“ Straßenprotesten öffentliches Interesse erregt werden. Doch wie genau schafft es der bundesweite Bildungsstreik derart hohes öffentliches Interesse zu erregen? In erster Linie liegt dies wohl an der hohen Zahl der Teilnehmer, die 2009 laut Medienberichten bei über 200.000 lag. Ein weiterer Vorteil dieses bundesweiten Bildungsstreiks ist die völlig dezentrale Durchführung in vielen verschiedenen Städten innerhalb Deutschlands. Einerseits können die Forderungen dadurch auf die jeweilige Region abgestimmt werden und andererseits kommt die Veranstaltung gleich in mehreren Städten ins Gespräch der Bevölkerung, wenn entsprechende Demonstrationen mitten in der Stadt durchgeführt werden.</p>
<p><strong>Größere Aktionen</strong><br />
Vor allem in den großen Städten ist eine hohe Resonanz am bundesweiten Bildungsstreik zu verzeichnen. In Städten wie Berlin, Köln oder Hamburg werden während einer solchen Aktion in der Regel gleich mehrere Universitäten besetzt. Um das Ziel letztendlich zu erreichen ist unter den verschiedenen Unis auch eine gute Vernetzung notwendig. Aber was wird bei diesen größeren Aktionen während eines Bildungsstreiks eigentlich genau gemacht? In der Regel ist es so, dass die Studenten oder Schüler die jeweilige Universität bzw. <strong>Hochschule </strong>besetzen. Sie weigern sich also einerseits den normalen Unterricht, der zum Beispiel mit Vorlesungen verbunden ist, teilzunehmen. Andererseits lassen sie in die besetzten Hörsäle meist keine anderen Personen rein.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
Nicht nur „normale“ Arbeitgeber haben die Möglichkeit zu streiken, wenn sie zum Beispiel mit dem Arbeitsklima nicht zufrieden sind. Auch Schüler und Studenten können beim Bildungsstreik die Öffentlichkeit über die scheinbar miserable Lage im deutschen Bildungssystem informieren. Man kann grundsätzlich natürlich sagen, dass es nicht das primäre Ziel der Schüler und Studenten zum Beispiel Vorlesungen ausfallen zu lassen. Viel mehr geht es den Teilnehmern von solchen Bildungsstreiks um die Gerechtigkeit und Sozialität im Bildungssystem des Landes.</p>
<p>Die teilnehmenden Schüler und Studenten sind der Meinung, dass es im Bildungssystem von Deutschland viel Optimierungsbedarf gibt. Bildung soll ihrer Meinung nach für jeden zugänglich gemacht werden. Studiengebühren beispielsweise sollen also wieder abgeschafft werden. Aber sind die Forderungen der Veranstalter überhaupt realisierbar? Konkret kann man diese Frage leider nicht beantworten. Trotzdem ist davon auszugehen, dass es zurzeit im Bildungssystem einige offensichtliche Missstände gibt, die schnellstmöglich beseitigt werden müssen.</p>
<p><strong>Reaktionen</strong><br />
Die Reaktionen auf die unterschiedlichen Bildungsstreiks in ganz Deutschland sind verschieden. Während einige eine solche Aktion befürworten sehen andere darin lediglich eine Möglichkeit für Schüler und Studenten freie Unterrichtszeit zu genießen. Da der bundesweite Bildungsstreik bereits mehrmals durchgeführt wurde, wird das Interesse der Medien von Jahr zu Jahr wie es scheint immer größer. Vor allem am 17. November dominieren Meldungen aus verschiedenen Streiks wegen dem scheinbar schlechten deutschen <strong>Bildungssystem</strong> Nachrichtensendungen und Tageszeitungen. Aufgrund der Tatsache, dass der Streik jährlich durchgeführt wird, steigt die Anzahl der Teilnehmer jährlich entsprechend. Umso mehr Teilnehmer sich zu einen der vielen Streiks zusammenfinden, desto größer ist der Druck, der auf die Politiker hergestellt wird.</p>
<p>Die Meinungen bzw. Ansichten der verschiedenen Parteien zu der Veranstaltung gehen mitunter etwas auseinander. Die CDU zum Beispiel kritisiert diese Art von Streik sehr. Trotzdem räumt sie ein, dass es vor allem im Bachelor- bzw. Mastersystem erheblichen Nachholbedarf gibt. Aber nicht nur die Politik, auch die Lehrkräfte der Hochschulen reagieren zumindest teilweise auf einen Bildungsstreik. Gerade die Hochschuldirektoren signalisieren oftmals Verständnis und Unterstützung.</p>
<p><strong>Chancen und Erwartungen</strong><br />
Die Erwartungen, die an die Politik gestellt werden sind hoch. Würden alle Forderungen der Schüler bzw. Studenten in die Tat umgesetzt werden, würde eine komplette Sanierung des bisherigen Bildungssystems notwendig sein. Da dies natürlich nur sehr schwer umsetzbar ist, die Politiker aber trotzdem Hilfebereitschaft signalisieren wollen, wird zumindest teilweise auf die Vorschläge der Streikteilnehmer eingegangen. Grundsätzlich sollte darüber hinaus erwähnt werden, dass Schüler und Studenten größtenteils unterschiedliche Ziele verfolgen. Das Ziel der Schüler ist in erster Linie kleinere Klassen herzustellen. Außerdem soll es eine Überfrachtung der Lehrmittel geben.</p>
<p>Studenten dagegen setzen sich zum Beispiel für den unbeschränkten Zugang von Bildung für jeden ein. Sie fordern folglich die Abschaffung der Studiengebühren, um dadurch Bildung ausnahmslos für jeden zugänglich zu machen. Auch fordern Studenten beim bundesweiten Bildungsstreik die Änderung des heutigen Bachelor- bzw. Mastersystems. Zudem sollen Hochschulen weitestgehend demokratisiert werden. Eine harte und wahrscheinlich kaum umsetzbare Forderung der Teilnehmer des bundesweiten Bildungsstreiks 2009 ist die Abschaffung des momentanen dreigliedrigen Schulsystems. Dadurch soll es unter den Schülern kein „Rangsystem“ mehr geben. Kein Schüler soll einem anderen wegen seiner Schulform überlegen sein. Stattdessen sollen zum Beispiel die Gymnasiasten den Umgang mit Hauptschülern lernen, um so ein gemeinsames Verhältnis aufzubauen. Organisiert wird der bundesweite Bildungsstreik übrigens nicht nur von etwa 270 politischen Gruppen, sondern darüber hinaus auch von Parteien wie zum Beispiel SPD, die Linkspartei oder die Grünen.</p>
<p><strong>Auseinandersetzungen</strong><br />
Auch wenn vor allem der bundesweite Bildungsstreik als relativ friedliche Veranstaltung gilt, gibt es trotzdem immer wieder gewaltsame Ausschreitungen. Auch wenn diese Gewaltakte eher die Ausnahme bilden, kann man von Randalierern beim bundesweiten Bildungsstreik 2009 sprechen. Eine Universität in Göttingen wurde im Zuge von gewaltsamen Ausschreitungen zumindest im Bereich der Aula zum Teil schwer beschädigt. Schuld daran sind die teilweise gewaltbereiten und aggressiven Randalierer. Diesbezüglich sollte allerdings erwähnt werden, dass diese gewaltbereiten „Hooligans“ in der Regel nicht zur Gruppe der friedlich demonstrierenden Schüler und Studenten gehören.</p>
<p><strong>Fazit </strong></p>
<p>Man kann zum jetzigen Zeitpunkt nur darauf hoffen, dass sich die Politik den Problemen im Bildungssystem relativ zeitnah widmen wird, damit diese endlich beseitigt werden können. Schließlich sollte es in einem Sozialstaat wie Deutschland selbstverständlich sein, dass jeder die Chance auf eine gute Bildung hat. Momentan ist das leider nur relativ eingeschränkt der Fall. Auch bleibt es abzuwarten wie sich die Teilnehmerzahlen des bundesweiten Bildungsstreiks in den nächsten Jahren entwickeln werden.</p>
<p><strong> </strong></p>
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